Hinweise zur Zugangsprüfung zum Studiengang Audit & Tax
I. Vorgaben der WPK
II. Vorbereitung auf die Klausur – „Was kann / muss ich tun?“
III. Literaturhinweise
IV. Musterprüfungen
I. Vorgaben der WPK
Die Zugangsprüfung orientiert sich am Referenzrahmen der WPK für die Anerkennung von
Studiengängen nach § 8a WPO
(siehe auch: http://www.wpk.de/examen/referenzrahmen.asp).
Die Zugangsprüfung dient dem Nachweis bzw. der Sicherstellung einer breiten wirtschaftswissenschaftlichen Grundausbildung, die dem Niveau des wirtschaftlichen Bachelorstudiums entspricht und umfasst insbesondere die folgenden Gebiete:
- Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
- Angewandte Betriebswirtschaftslehre i.S.d. § 4 Buchstabe B. WiPrPrüfV
- Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
- Grundlagen der wirtschaftlich relevanten Teile des Rechts
- Grundkenntnisse anwendungsorientierter Mathematik und Statistik
- Betriebliches Rechnungswesen
- Grundlagen der Wirtschaftsinformatik
- Grundlagen der Ertragsteuern und der Umsatzsteuer
Die Kenntnisse / Kompetenzen in den einzelnen Gebieten sind dabei in unterschiedlichen Ausprägungen nachzuweisen. Der Referenzrahmen sieht folgende Ausprägungen vor:
- A Grundwissen: Studierende kennen die wesentlichen Definitionen und können die herrschende Meinung wiedergeben.
- B Verständnis: Studierende können das Wissen ordnen und es systematisch wiedergeben. Probleme werden erkannt.
- C Anwendung: Studierende können das erworbene Wissen anwenden und eigene Berechnungen sowie Interpretationen erstellen. Einzelfälle können angemessen gelöst werden; die Ergebnisse können ausgewertet werden.
- D Analyse: Studierende können komplexe Problemstellungen erkennen und auf Basis der erworbenen Erfahrung analysieren.
- E Synthese: Studierende können korrigierend in Prozesse eingreifen, neue Vorgehensweisen entwickeln und Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die eigene Leistung angemessen darzustellen und lösungsorientiert weiterzuentwickeln.
- F Bewertung: Studierende können Werturteile abgeben, Vergleiche heranziehen und richtige Schlussfolgerungen ziehen. Sie können Prognosen erstellen und die eigenen Aussagen rechtfertigen.
| Erläuterung der Skalierung der Kompetenzausprägungen A = Grundwissen B = Verständnis C = Anwendung D = Analyse E = Synthese F = Bewertung |
Berufspraxis | Zugangsprüfung Masterstudium |
| A. Wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und Berufsrecht | ||
1. Rechnungslegung
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C | C |
2. Prüfungsvorschriften für den Jahres- & Konzernabschluss, einschl. Lagebericht
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C | C |
3. Prüfungsvorschriften für weitere Prüfungen
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A | A |
| 4a. Grundzüge der Informationstechnologie | C | C |
| 4b. Prüfung der Informationstechnologie | A | A |
| 5. Bewertung von Unternehmen und Unternehmensanteilen | C | C |
| 6. Berufsrecht | B | B |
| B. Angewandte Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre | ||
| 1. Angewandte Betriebswirtschaftslehre | ||
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E | E |
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E | E |
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E | E |
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E | E |
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E | E |
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C | C |
| 2. Volkswirtschaftslehre | ||
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D | D |
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D | D |
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D | D |
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D | D |
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D | D |
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D | D |
| C. Wirtschaftsrecht | ||
| 1. Grundzüge des Bürgerlichen Rechts, insb. Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht | C | C |
| 2. Grundzüge des Arbeitsrechts, intern. Privatrechts, Europarechts | A | A |
| 3. Handelsrecht, insb. Handelsstand und -geschäfte einschließlich internationalem Kaufrecht | C | C |
| 4. Gesellschaftsrecht (Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, Recht der verbundenen Unternehmen), Corporate Governance und Grundzüge des Kapitalmarktrechts | C | C |
| 5. Umwandlungsrecht | B | B |
| 6. Grundzüge des Insolvenzrechts | C | C |
| D. Steuerrecht | ||
| 1. Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer | A | A |
| 2. Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer | A | A |
II. Vorbereitung auf die Klausur – „Was kann / muss ich tun?“
Vereinfachend ausgedrückt müssen Sie in der Zugangsprüfung darlegen, dass Sie die wesentlichen wirtschaftsprüfungsrelevanten Inhalte Ihres grundständigen Studiums nicht verlernt haben und über die im Referenzrahmen enthaltenen Kompetenzausprägungen verfügen. Da es im System des Bachelor / Master grundsätzlich auch möglich ist, ein Masterstudium Audit & Tax im Anschluss an z.B. einen naturwissenschaftlichen Bachelor aufzunehmen, die Teilnehmer im Master-Studiengang indes – nicht zuletzt in Ihrem eigenen Interesse – über einen grundsätzlich einheitlichen Mindestkenntnisstand verfügen müssen, kann dies nur über eine Zugangsprüfung sichergestellt werden. Daneben dient die Prüfung auch dazu, individuell ggf. vorhandenes Verbesserungspotenzial zu identifizieren, welches dann in optionalen Kursen im Master-Studiengang optimiert werden kann.
Die Prüfung zielt entsprechend auf die Kontrolle der Kernbestandteile des Bachelorstudiums mit wirtschaftsprüfungsrelevanten Anteilen ab. Für einen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor sollte es daher hinreichend sein, anhand der Unterlagen und Aufzeichnungen aus Ihrem Studium die wesentlichen Inhalte durchzugehen und diese – soweit erforderlich – aufzufrischen und mit Ihren Erfahrungen aus der Berufspraxis zu verbinden. Bezogen auf die einzelnen Inhalte sollten Sie z.B. in der Lage sein
- im Bereich A.1 (Rechnungslegung) u.a. wesentliche Prinzipen und Regelungen zu Ansatz, Bewertung und Ausweis im HGB und IFRS Abschluss zu beherrschen und anwenden zu können,
- im Bereich A.2 (Prüfungsvorschriften) anwendungsbezogen zum Prüfungsgegenstand, -ansatz und zur Prüfungsdurchführung Auskunft geben zu können,
- im Bereich A.6 (Berufsrecht) Verständnis für grundlegende Vorschriften des Berufsrechts unter Beweis zu stellen,
- im Bereich B.1 Investitionsrechnung u.a. die Kapitalwertmethode zur Prüfung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen anzuwenden,
- im Bereich B.1 Kosten- und Leistungsrechnung u.a. die Kostenträgerstückrechnung anzuwenden oder Deckungsbeiträge zu ermitteln,
- im Bereich B.2 VWL u.a. mikro-/makroökonomische Konstellationen und (Aus-)Wirkungen von Wirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft analysieren zu können,
- im Bereich B.2 Mathematik / Statistik u.a. Gleichungssysteme aufzustellen und zu lösen sowie Wahrscheinlichkeiten zu berechnen,
- im Bereich C Wirtschaftsrecht u.a. wesentliche handels- und bürgerlichrechtliche Vorschriften zu kennen und anzuwenden, etwa im Zusammenhang mit Kreditsicherheiten, Handelskäufen und Vertretung
- im Bereich D Steuerrecht u.a. Kenntnisse der Systematik von Ertragsteuern und Umsatzsteuer zu demonstrieren, z.B. wirtschaftliche Tätigkeiten einer bestimmten Einkunftsart zuzuordnen oder Umsätze auf ihre Steuerbarkeit sowie Steuerbefreiung oder -pflicht zu prüfen.
Soweit Sie Ihr grundständiges Studium nicht in Wirtschaftswissenschaften absolviert haben oder vereinzelt Auffrischungsbedarf feststellen, sollten Sie sich auf die Zugangsprüfung in geeigneter Weise vorbereiten. Ein „Vorbereitungskurs Audit & Tax“ wird aktuell von Seiten unserer Hochschule nicht angeboten. Da es in der Zugangsprüfung gerade um den Nachweis breiter wirtschaftswissenschaftlicher Vorkenntnisse geht, sollte der Besuch eines derartigen Kurses auch nicht erforderlich sein. Sie haben jedoch die Gelegenheit, nach Absprache mit der Studiengangsleitung gezielte Veranstaltungen in den Bachelor-Studiengängen oder den berufsbegleitenden Diplomstudiengängen zu besuchen.
Die Hochschule bietet jeweils ca. einen Monat vor der Zugangsprüfung einen Orientierungs- /Schnupperkurs an, damit sich Interessenten vor Ort persönlich über das Lehr- und Lernangebot unserer Hochschule informieren und Dozenten des Master-Studiengangs kennen lernen können. Gleichzeitig erhalten die Interessenten dabei eine Gelegenheit, ihren Kenntnisstand im Hinblick auf das Studium bzw. die Zugangsprüfung einer kritischen Selbstprüfung unterziehen zu können. Organisatorisch findet der Kurs an 2 Tagen (i.d.R. Freitag/Samstag) statt. Genaue Termine und nähere Informationen entnehmen Sie bitte den Webseiten der Hochschule sowie dem Bewerberportal.
Bei der Vorbereitung im Selbststudium sollten Sie sich ebenso an den geforderten „breiten wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen“ und dem Referenzrahmen orientieren. Sie können daher zur Auffrischung Ihres Wissenstands insbesondere auch auf Kompendien sowie Zusammenfassungen, wie sie zuweilen von Fachschaften herausgegeben werden, zurückgreifen. Eine Liste mit einer Reihe von Literaturhinweisen erhalten Sie unter III. Die Beispiele sind exemplarisch zu verstehen, d.h. Sie können auch auf andere, Ihnen ggf. bereits bekannte Werke zurückgreifen. Auch ist es bei entsprechender Vorbildung sicherlich nicht erforderlich, zur Auffrischung alle Werke durchzuarbeiten. Um sich einen Überblick über die Literatur und zugleich einen Einblick in unsere Hochschule zu verschaffen sind Sie herzlich eingeladen, zur Literatursichtung und zum Selbststudium unsere Bibliothek zu nutzen.
III. Literaturhinweise
Grundsätzlich sind aktuelle Auflagen zu bevorzugen. Sollten Sie jedoch noch Ausgaben aus Ihrem Studium besitzen oder günstig an Vorauflagen kommen (Antiquariat, Internet), können diese ggf. (eher nicht bei Rechnungslegung und Steuern) auch verwendet werden.
Kompendien, z.B.
- Voss, R. (2007): BWL kompakt, Grundwissen Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl., Merkur
- Paschke, D. (2007): Grundlagen der Volkswirtschaftslehre, 5. Aufl., PD-Verlag
- Dörsam, P. (2008): Mathematik – anschaulich dargestellt, 14. Aufl., PD-Verlag
- „Leicht gemacht“-Reihe – Kleist Verlag
- Rollwage et al. – WRW Verlag (z.B. zu Investition, Finanzierung, Kostenrechnung etc.)
- Reihen „Kompakt-Training“ und „Kompendium der praktischen Betriebswirtschaft“ – Olfert (Hrsg.), Oldenbourg
- Reihe „Basiswissen“ von DTV-Beck, z.B. zur Kostenrechnung
- Vahlens Kompendium der Betriebswirtschaftslehre / der Wirtschaftstheorie und -politik
Wirtschaftsrecht, z.B.
- Mehrings, J. (2006): Grundlagen des Wirtschaftsprivatrecht, Pearson
- Ullrich, N. (2008): Wirtschaftsrecht für Betriebswirte, 6. Aufl., NWB
Allgemeine BWL, z.B.
- Wöhe, G. (2008): Einführung in die Allgemeine BWL, 23. Aufl., Vahlen
VWL, z.B.
- Mankiw, N.G. / Taylor, M. P. (2008): Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, 4. Aufl., Schäffer-Poeschel
Wirtschaftsinformatik, z.B.
- Abts, D. / Mülder, W. (2008): Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 5. Aufl., Vieweg+Teubner
Rechnungslegung, z.B.
- Buchholz, R. (2008): Grundzüge des Jahresabschlusses nach HGB und IFRS, 4. Aufl., Vahlen
Prüfung, z.B.
- Marten, K.-U. / Quick, R. / Ruhnke, K. (2007): Wirtschaftsprüfung: Grundlagen des betriebswirtschaftlichen Prüfungswesens nach nationalen und internationalen Normen, 3. Aufl., Schäffer-Poeschel
Steuern, z.B.
- Dinkelbach, A. (2010): Ertragsteuern, 4. Aufl., Gabler
IV. Musterprüfungen
Einen Einblick in vergangene Zugangsprüfungen gewähren wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch bzw. im Rahmen des Orientierungs-/Schnupperkurses, nachdem Ihre Bewerbung bei uns eingegangen ist. Sie können sich dann ein noch besseres Bild davon machen, wie die Klausuren inhaltlich und formal ausgestaltet sind und wie transparent die Klausurenkorrektur an unserer Hochschule erfolgt.



